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  • AutorenbildDr Julien Drouart

Jagdschloss Grunewald: Großartige Sammlung von Gemälden

Aktualisiert: 23. Juni 2023


Das Jagdschloss ist ein wunderschöner Bau.

Am Rande eines wunderschönen Sees, an dem die Berliner mit ihren Haustieren spazieren gehen, erwartet Sie ein riesiges preußisches Gebäude. Hier sind das Jagdschloss Museum und verschiedene Schätze der Malerei untergebracht.


Ein Besuch im Jagdschloss Museum ist optional.


Am Rande des riesigen Grunewaldes befindet sich das ehemalige Jagdschloss der märkischen Kurfürsten, das heute teilweise als Museum dient. Das prächtig restaurierte Gebäude aus dem 16. Jahrhundert, gestaltet im Renaissancestil, dominiert ein beeindruckendes Ensemble und versetzt den Besucher in eine majestätische, dennoch rustikale Atmosphäre.


Die Umgebung eignet sich perfekt für Sonntagsspaziergänge. Der eher abgelegene Ort bleibt hauptsächlich ein geschätztes Ausflugsziel im Westen der Hauptstadt, gelegen zwischen Kaffee und Kuchen sowie Hundeplanschbecken, zwischen Natur und Tradition.


Nach dem Untergang der Hohenzollern-Dynastie wurde das Gebäude der Preußischen Verwaltung der Staatlichen Schlösser und Gärten übergeben. Obwohl Kunstwerke aus den Privatsammlungen der abgesetzten Monarchen ausgestellt wurden, wurde erst in den späten 1970er Jahren ein Museum eröffnet.


Unerwartete Kunstschätze


Das Jagdschloss Museum bietet den Besuchern zwei getrennte Bereiche. Im Erdgeschoss finden Sie eine Ausstellung zur Geschichte des Schlosses mit Fokus auf die Jagd. Die Gemälde, die die verschiedenen Monarchen bei der Jagd darstellen, sind hervorragende Zeugnisse der Ambitionen der preußischen Macht. Allerdings ist die Ausstellung recht klein, und die wenigen ausgestellten Objekte - eine Muskete, einige prächtige Sitze und andere Jagdtrophäen - werden leider schnell übersehen.


Im ersten Stock enthüllt das Museum seinen wahren Schatz: Zahlreiche Gemälde von Lucas Cranach dem Älteren, einem Meisterwerk der deutschen Renaissance, sowie fantastische Holzgemälde aus dem 15. und 16. Jahrhundert. Angesichts der relativen Abgeschiedenheit des Museums und seiner geringen Größe ist es einfach unglaublich, auf solche Perlen der Ölmalerei zu stoßen, von Passionsszenen bis hin zu den mittlerweile ikonischen Porträts von Adam und Eva.


Ein ungleichmäßiges, aber erfolgreiches Ensemble


Trotz seiner geringen Größe überrascht das Ensemble sehr und die Renaissance kommt zur Geltung. Exzentrisch, schwer erreichbar und leider kaum mit Informationstafeln oder Relief versehen, ist dieses Museum trotz seiner Qualität nicht unbedingt ein Muss für jeden Berlin-Besuch. Obwohl die beiden Ausstellungen nicht gegensätzlich sind, scheinen sie auch nicht komplementär zu sein. Das Thema Jagd wird eher beiläufig behandelt, und die reichste Ausstellung entpuppt sich auch als diejenige, die am wenigsten mit ihrer Umgebung in Verbindung steht.


Die Hilfsbereitschaft und Freundlichkeit der Mitarbeiter werden sowohl vom Neuling als auch vom Kenner sehr geschätzt. Letztendlich sollte man den Besuch dieses Museums als Teil eines größeren Ausflugs entlang der westlichen Seen und der vielen klassischen oder folkloristischen Feste betrachten, die von der Jagdschlossverwaltung das ganze Jahr über organisiert werden.


Gefällt mir

  • Die absolut großartige Umgebung

  • Die perfekte Kombination aus Natur, Gastronomie und Tradition

  • Schätze der deutschen Ölmalerei

Gefällt mir nicht

  • Keine öffentlichen Verkehrsmittel

  • Die Schwäche der Jagdausstellung

  • Ein relativ steriler Innenraum ohne Möbel

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