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  • AutorenbildDr Julien Drouart

DDR Museum: Erleben Sie Geschichte!

Aktualisiert: 23. Juni 2023


Das DDR-Museum lässt die Objekte einer vergangenen Epoche lebendig werden.

Das DDR-Museum ist ein wesentlicher Bestandteil der Alltagskultur in der ehemaligen DDR. Trotz zweifelhafter wirtschaftlicher Zwänge bewahrt das Unternehmen Tausende von Gegenständen aus einem Land, das inzwischen verschwunden ist.


Das DDR-Museum ist einen Besuch wert


Der Fall der Berliner Mauer und die letztendliche Wiedervereinigung Deutschlands führten zum Zusammenbruch des politischen Systems und des Wirtschaftsmodells der DDR. Dies führte zur Zerstörung einer Gesellschaft mit Codes, Normen und Werten, die damals für fast 14 Millionen Ostdeutsche geläufig waren. So viele Alltagsgegenstände, die seit 1990 einfach verschwunden sind und die zu ihrer Zeit die Identitätsbasis von Menschen bildeten, die in einem Land geboren wurden, das nicht mehr existiert.


Erinnerung ist der Schlüssel, um gemeinsam voranzukommen, im Namen der nationalen Versöhnung. Dies ist jedoch auch abhängig von der Tourismusindustrie nach einem bahnbrechenden Ereignis, nämlich der weltweiten Veröffentlichung eines Films im Jahr 2003, der das Kräfteverhältnis verändern sollte: Good Bye, Lenin.


Dennoch präsentiert sich das DDR-Museum nicht als Sprecher der Ostalgie und hinterfragt das Verhältnis der Deutschen zur deutsch-sowjetischen Vergangenheit. Die konsequent interaktive und öffentlich zugängliche Einrichtung ist heute eine der beliebtesten Attraktionen in Berlin. Trotz der offensichtlichen wirtschaftlichen Interessen, und vielleicht auch gegen sich selbst, hat sich das Unternehmen auch zur Aufgabe gemacht, die kulturellen Elemente eines verschwundenen Landes so gut wie möglich zu bewahren.


Entdeckung und Spaß


"Geschichte erleben" ist das Motto des Museums. Hier haben die Besucher die Möglichkeit, Gegenstände zu entdecken und anzufassen, die zum Alltag in der DDR gehörten.


Die Ausstellung gliedert sich in drei Hauptthemen, die sich deutlich voneinander unterscheiden: das Alltagsleben, die Gesellschaft und das politische und wirtschaftliche System. Es gibt zahlreiche Kuriositäten, historische Gegenstände und Kleidungsstücke. Die Rekonstruktion einer typischen Wohnung aus den späten 1980er Jahren sowie ein Fahrmodul in einem Trabant bieten spielerische Aktivitäten, um die jüngsten Besucher zu begeistern und eine entspannte Atmosphäre zu pflegen. Politische Repression und die Gesellschaft des Mangels an Konsumgütern sind kein Tabu und werden explizit angesprochen, um die verschiedenen Facetten der Gesellschaft darzustellen.


Das Erlebnis ist angenehm, aber begrenzt, da das Museum relativ klein ist. Das Fehlen eines Leitfadens ist umso ärgerlicher, als sich die Menge der vielen Besucher staut und die ersten zum Ausgang drängt.


Erinnerung und Gewinn


Das DDR-Museum hat ein erfrischendes Konzept, das Spaß, Experimentieren und Information verbindet. Je nach Charakter und Einstellung kann das Interesse sehr unterschiedlich sein, zumal die Informationen eher allgemein gehalten sind. Die Form hat hier Vorrang vor dem Inhalt, was an sich kein Fehler ist, wenn der Inhalt der Ausstellung erschöpfend wäre. Dies ist nicht unbedingt der Fall.


Daher ist die Beauftragung eines Besucherbetreuers ein echter Mehrwert. Allerdings wird der hohe Preis für geführte Touren automatisch zu einem Hindernis. Es gibt jedoch ein staatliches Museum in Berlin, das der ehemaligen DDR gewidmet ist. Es ist das Museum des Alltags in der DDR, das sich in der Kulturbrauerei befindet. Der Eintritt ist frei und ein Audioguide steht zur Verfügung.


Gefällt mir

  • Der Alltag in der DDR aus mehr als nur repressiver Perspektive

  • Ein attraktiver pädagogischer Ansatz

Gefällt mir nicht

  • Wählen Sie am besten den Tag und die Uhrzeit Ihres Besuchs, um die Menschenmassen zu vermeiden

  • Ein enttäuschendes Preis-Leistungs-Verhältnis

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